Die KuaS im Januar

Das erwartet uns in der Ausgabe Januar 2023 unserer Zeitschrift „Kakteen und andere Sukkulenten“:

Titelbild:
Gymnocalycium friedrichii ‘Hibotan‘
(Foto:  Wolfgang Borgmann)

Kaktus des Jahres 2023: der Erdbeerkaktus Gymnocalycium friedrichii ‘Hibotanvon WOLFGANG BORGMANN

Kaum ein Kaktus spaltet die Kakteenliebhaber mehr als der Erdbeerkaktus. Als wohl meistverkaufter Kaktus stand er sicherlich schon fast in jeder Kakteensammlung und so manche Sammelleidenschaft begann mit dieser Pflanze.

Der Botanische Garten València – die Überraschung mitten in der Stadtvon STEFAN THEILER

Ein botanischer Garten, mitten in der Stadt, versteckt und von außen kaum als solcher erkennbar – aber erst einmal gefunden, eröffnet sich dem Besucher eine wunderbare Welt, die einen Urlaubstag zum unvergesslichen Erlebnis macht.

Cephalocereus columna-trajani: eine Pflanze, die dem Berg zustrebt von EDWINA PFENDBACH

Kakteen, die wie eine Legion römischer Soldaten am Hang stehen und noch dazu sich gegen den Berg neigen – dieses Phänomen faszinierte die Autorin in Mexiko. Doch was ist der Grund für ein so auffälliges Wuchsverhalten?

Kakteenkultur in Schweden – ein Jahresbericht von DANILO RAUPRICH

Kakteenkultur so hoch im Norden? Das kann doch nicht funktionieren! Doch kann es! Man muss nur einige Dinge beachten und sich auf die Gegebenheiten einstellen.

Kakteenlandschaft mit
Carnegiea gigantea,
(Foto: Gerhard Lederhilger)

Apache Trail – es war einmal(?)von GERHARD LEDERHILGER

Mammillarien, Echinocereen, Ferokakteen – am Apache Trail wächst alles, was das Kakteensammlerherz begehrt, und das in einer Landschaft, die man sich nicht schöner vorstellen könnte. Doch eine Katastrophe veränderte alles!

Hagel im Kakteenbeet von SABINE PHILLIPP

Im Mai während der Kakteenblüte rechnet man nicht mit Hagel. Aber manchmal kommt es anders als man denkt …

Darüber hinaus gibt es wie in jeder Ausgabe Kurzportraits von sechs „Empfehlenswerten Kakteen und anderen Sukkulenten“. Diesmal sind es Euphorbia persistentifolia, Aztekium hintonii, Sedum palmeri, Pilosocereus chrysostele, Pelargonium triste sowie Cylindropuntia spinosior.

Auf den beiden Karteikarten werden Echinocereus primolanatus sowie Echinocereus weinbergii vorgestellt und auf der Seite „Neue Literatur“ geht es um Viviparie bei Kakteen.

Die Nachrichten aus den drei Herausgeber-Gesellschaften mit Kleinanzeigen, Hinweisen auf Veranstaltungen und vielem mehr runden die KuaS ab. Nicht zu vergessen: der allmonatliche Rückblick auf die KuaS vor 50 Jahren.

Kaktus des Jahres 2021 – Die Drachenfrucht, Hylocereus undatus

Drachenfrucht – die Mutter dieser Frucht speit nicht Feuer, sondern ist die Kakteenart Hylocereus undatus. 1830 von dem englischen Botaniker Adrian Haworth beschrieben, wurde als Herkunft China angegeben, eine Angabe die aber falsch sein muss, da in China natürlicherweise keine Kakteen vorkommen. Der genaue Ursprung dieser Art wird in Südmexiko vermutet, heute ist sie aber in den gesamten Subtropen heimisch und verwildert.

 

Hylocereus undatus bildet bis zu 5 m lange Triebe mit meist drei Rippen, die gewellte Kanten haben. Die Pflanzen sind auf eine Stütze angewiesen und wachsen so angelehnt an Bäume, Büsche, Felsen, Mauern etc. Die bis zu 30 cm Durchmesser erreichenden, weißen Blüten erscheinen entlang des gesamten Triebes und zählen zu den größten Blüten aller Kakteengewächse. Sie öffnen sich in der Abenddämmerung und schließen sich dann am frühen Morgen des nächsten Tages. Die herrliche Blütenpracht währt allerdings nur eine Nacht. Dies führt dazu, dass Hylocereus undatus häufig mit der Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus) verwechselt wird. Nach der Bestäubung durch Motten, Nachtfalter und in geringem Umfang auch Vögel bilden sich nach 3–4 Monaten die bis zu 9 cm langen und 5 cm dicken, tonnenförmigen Früchte. Diese sind außen rot gefärbt, das Fruchtfleisch ist wässrig weiß.

Der Namen Drachenfrucht (engl. dragonfruit) entstand, weil die großen Schuppen auf den Früchten an die Flügel von Drachen erinnern sollen. Häufig findet man die Früchte auch unter der Bezeichnung Pitahaya oder Pitaya auf Märkten oder im Handel.

Seit präkolumbianischen Zeiten werden die Früchte als Nahrungsmittel genutzt. Heute werden sie in großen Plantagen in Südostasien (hauptsächlich Vietnam und Thailand), Israel, China und Nicaragua angebaut und in alle Welt exportiert. Dabei findet man zunehmend neben der Art Hylocereus undatus (weißes Fruchtfleisch mit pinkfarbener Frucht) auch Hylocereus monacanthus mit rotem Fruchtfleisch und pinkfarbener Frucht sowie H ylocereus megalanthus mit weißem Fruchtfleisch und gelber Frucht unter der Bezeichnung Drachenfrucht.

Seit einiger Zeit wird die Drachenfrucht auch – dem Zeitgeist folgend – als Superfood bezeichnet. So soll sie zum Beispiel den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken helfen, ja sogar bestimmte Krebszellen eliminieren. Ob all diese Wirkungen tatsächlich vorliegen, ist aber noch nicht abschließend geklärt. Nachgewiesen enthält die Drachenfrucht zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, so dass der Genuss sicherlich gesund ist. Verzehrt wird die Drachenfrucht roh, wobei sie entweder geschält oder wie eine Kiwi mit einem Löffel gegessen wird.

Darüber hinaus werden die Triebe des Hylocereus undatus häufig als Veredelungsunterlagen für andere Kakteenarten wie den Erdbeerkaktus (Gymnocalycium friedrichii) verwandt.
Die Drachenfrucht ist so ein gutes Beispiel dafür, dass auch die Kakteen einen über die rein optischen Reize als Zierpflanzen hinausgehenden Nutzen für die Menschen haben.

 

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Hylocereus undatus – Foto: Andreas Hofacker
Hylocereus undatus – Foto: Andreas Hofacker
Hylocereus undatus – Foto: Andreas Hofacker
Hylocereus undatus, Früchte – Foto: CVUA Stuttgart
Hylocereus undatus, Früchte – Foto: CVUA Stuttgart
Hylocereus undatus, Früchte – Foto: CVUA Stuttgart

Kaktus des Jahres 2020 – der Zaunkaktus, Pachycereus marginatus

Der Zaunkaktus Pachycereus marginatus wurde von den Kakteengesellschaften der drei deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zum Kaktus des Jahres 2020 gewählt.
In seiner Heimat Mexiko wird die Art in dichten Reihen als lebender Zaun gepflanzt.

Lebender Kakteen-Zaun in Mexiko, Foto: Stefan Theiler

Ein Zaun mit nützlichen Extras

Kakteen findet man bei uns vor allem als Zierpflanzen an Zimmerfenstern oder in botanischen Sammlungen. In ihrer Heimat gehören sie aber zur natürlichen Flora und werden dort von den Menschen seit langer Zeit auf vielfältige Weise genutzt. Eine Besonderheit ist der Zaunkaktus Pachycereus marginatus, der – wie der Name schon verrät – zur Abgrenzung von Gärten oder Weiden verwendet wird.

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