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Heft 10
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Oktober 2018
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Druckansicht: Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V.
Seite: Kaktus des Jahres
Datum: 24.10.2018
Link: http://www./cs/index.pl?navid=Kaktus_des_Jahres_1022

Kaktus des Jahres

 
 

11.10.2018 | Kaktus des Jahres 2019: Feigenkaktus – Opuntia ficus-indica | DKG - Redaktion

Daniel Bühlmann
Opuntia ficus-indica
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Der Gewöhnliche Feigenkaktus wurde von den Kakteengesellschaften der drei deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zum Kaktus des Jahres 2019 gewählt.

 

Der Gewöhnliche Feigenkaktus Opuntia ficus-indica ist in Mexiko seit urgeschichtlicher Zeit eine wichtige Nutzpflanze: Genutzt werden seine Früchte als Obst (frisch, als Saft, Sirup, Marmelade) und die zarten Jungtriebe als Gemüse (Nopalitos). Darüber hinaus werden seine Triebe als Viehfutter genutzt oder dienen der Kultur der Cochenillelaus, die den roten Farbstoff Karmin liefert.

 

Die spanischen Konquistadoren brachten erste lebende Pflanzen des Gewöhnlichen Feigenkaktus‘ aus Mexiko mit. Der aus dieser Zeit stammende Artname ficus-indica bedeutet „indische Feige“ und nimmt auf die feigenähnliche Form der Früchte Bezug sowie auf die damals als „Indien“ bezeichnete Herkunft aus der Neuen Welt. Der Gattungsname Opuntia bezieht sich auf eine rätselhafte Pflanze in frühen griechischen und römischen Kräuterbüchern, die aus den Blättern Wurzeln schlägt.

 

Allerdings sind die scheinbaren Blätter beim Gewöhnlichen Feigenkaktus botanisch gesehen abgeflachte, wasserspeichernde Triebe, also flache und grüne Äste. Über die Trieboberfläche verteilt sitzen kleine Büschel borstenähnlicher Dörnchen mit mikroskopisch feinen Widerhäkchen, die als Glochiden bezeichnet werden. Sie lassen sich nur schwer wieder aus der Haut entfernen – am besten mit einer Pinzette und viel Geduld oder mit einem Klebeband, das vorsichtig über die betroffenen Hautstellen gestrichen wird.

 

Wegen der vielen unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten wurde der Gewöhnliche Feigenkaktus im Laufe der Jahrhunderte in vielen Ländern mit geeignetem Klima angepflanzt. Vielerorts hat er sich als invasive Pflanze (Neophyt) etabliert – insbesondere auf den Kanaren, in Südafrika und ganz besonders in Australien. Weil auch Fragmente einzelner Triebsegmente leicht Wurzeln schlagen, ist die Ausrottung schwierig.

 

Für die Kultur nördlich der Alpen – zumindest für das Fenstersims – wird der Gewöhnliche Feigenkaktus als bis 6 Meter hoher, ausladender Strauch oder kleiner Baum rasch zu groß. Topfkultur ist jedoch möglich, wenn man ihn z.B. in einem Wintergarten trocken und kühl, aber frostfrei überwintert. Bereits an Pflanzen von 1,5 Metern können dann Blüten erwartet werden.

 

(Text: Sukkulenten-Sammlung Zürich)

 

 

 
 
 
 
 
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