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Aktuelle KuaS
Heft 12
Heft 12
Dezember 2017
68. Jahrgang

Titelbild:
Frailea gracillima subsp. horstii
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Druckansicht: Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V.
Seite: Aktuelle Meldungen
Datum: 17.12.2017
Link: http://www./cs/index.pl?navid=Kaktus_des_Jahres_1022

Aktuelle Meldungen

 
 

13.06.2017 | Die 125-Jahr Feier und die JHV der DKG in Berlin | DKG-Vorstand

Ralf Schmid
Dr. N. Korotkova erhält den Karl-Schumann Preis, von Links nach Rechts: Dr. D. Metzing, Dr. N. Korotkova, A. Hofacker
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Am 25. Mai 2017 war es mal wieder soweit. Wie alle zwei Jahre üblich, veranstalteten die Berliner Kakteenfreunde e. V. die Berliner Kakteentage für alle Kakteen- und Sukkulenten-Interessierte mit viel Aufwand und Ehrgeiz im Botanischen Garten in Berlin Dahlem. Mit dem für viele Bürger verlängertem Himmelfahrtswochenende, lohnte es sich nach Berlin in den Botanischen Garten zu fahren, um dort die sehr dekorativen und informativen Schaubeete der Berliner Kakteenfreunde zu betrachten und sich an den Pflanzen, Blüten und Schautafeln zu erfreuen. Dank des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums Berlin-Dahlem ist diese Veranstaltung in einem Ausmaß möglich, die seines Gleichen sucht. Neben den zahlreichen präsentierten Gattungen aus dem Reich der sukkulenten Pflanzen, bietet dieser Ort auch die Möglichkeit einer Vielzahl an Gärtnern aus Deutschland und dem europäischen Ausland ihre Pflanzen und auch das entsprechendes Zubehör anzubieten. Von afrikanischen Kaudexpflanzen über Orchideen und Insektivoren bis hin zu den klassischen Kugel- und Säulenkakteen und der entsprechenden Literatur war alles dabei.

 
Dies war aber noch lange nicht alles. Am Freitag dem 26. Mai begann der erste von einigen Vorträgen in dem Rousseau-Saal unter der Halle mit den Verkaufsständen. Prof. Dr. Thomas Borsch vom Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin-Dahlem gewährte in seinem Vortrag einen Einblick in die Kakteenforschung im Museum und dem Garten einst und heute. Die klassischen Herbar-Belege und die große Lebendsammlung gehören ebenso dazu wie die molekulare Phylogenetik. Nach der Einladung von Professor Borsch, sich die Labore im gläsernen Museum direkt ansehen zu können, folgte kurze Zeit später noch die Lesung des Steglitzer Autors Christopher Lück: „Emma, der Kaktus und ich“
 
Der Samstag war gespickt mit Ereignissen und Höhepunkten. Graham Charles, der extra aus England angereist war, präsentierte ebenfalls im Rousseau-Saal einen Vortrag über die Gattung Matucana. Die Verbreitung und auch die Gliederung innerhalb der Gattung, so wie bereits Rob Bregman sie vornahm, waren die wesentlichen Themen in diesem zweisprachigen Vortrag. Der Vortrag von Graham Charles wurde unmittelbar von Frau Elisabeth Sarnes in die deutsche Sprache übersetzt.
 
Bereits vor dem Vortrag von Herrn Charles begann die Anlieferung von Pflanzen für die Pflanzenprämierung. Die unterschiedlichsten Kriterien wurden zur Bewertung von diversen Sukkulenten herangezogen. Später am Nachmittag, nach der Jahreshauptversammlung der Deutschen Kakteen-Gesellschaft, wurden die Gewinner mit Urkunden ausgezeichnet. Zunächst war es aber an der Reihe einen weiteren ungewöhnlichen Vortrag vorzubereiten. Das übliche Equipment  reichte hier nun nicht mehr aus. Hans Frohning, ein eifriger Kakteensammler mit dem Zweithobby Fotografie, zeigte den Interessierten Anwesenden Asclep-Blüten in 3D. Aufwändige Aufnahmen die mit der sogenannten Focus-Stacking Technik erstellt wurden, erreichten mit ihrer räumlichen Struktur und ihrem Reichtum an Schärfe und Details Einblicke in die tiefen dieser sehr komplexen Blüten, wie man sie wohl kaum jemals zuvor gesehen hat. Das einzig Irritierende in dieser botanisch interessierten Szene, waren die Zuschauer, die zu diesem Vortrag extra mit Polarisationsbrillen ausgestattet worden sind.
 
Noch während Herr Frohning seine Ausrüstung abbaute, begann auch schon die Fragestunde der DKG-Mitglieder an den Vorstand der DKG. Traditionell folgten das Treffen mit den Ortsgruppenvertretern und die Jahreshauptversammlung. Eine Besonderheit an dieser JHV war die Vergabe des Karl-Schumann Preis. Diese nicht jährlich vergebene Ehrung ging an Frau Dr. Nadja Korotkova für ihre hervorragenden Arbeiten zur Systematik der Kakteen. Einen detaillierten Bericht zur JHV finden die Mitglieder der DKG in einer der nächsten KuaS-Ausgaben.
 
Viele nutzten die verbliebenen Stunden des Tages nach der JHV noch im botanischen Garten mit Fachsimpelei, einem Rundgang in der mittlerweile recht warmen Ausstellungshalle, beim Shopping an den Ständen der Händler oder einfach im Freigelände des Botanischen Gartens. Das Wetter an diesem Tag schien wie für diesen Tag gemacht zu sein und die Freunde der sukkulenten Pflanzen genossen sichtlich diese Kombination aus dem reichhaltigen Angebot zu ihrem Interessensgebiet und einem perfekten Sommertag.
 
Die weiteren Höhepunkte des Tages folgten gegen sechs Uhr am frühen Abend im Hotel Steglitz International. Der Anlass hierzu ist relativ schnell in Worte zu fassen: vor 125 Jahren trafen sich Kakteeninteressierte in der Schultheiss-Brauerei in Berlin und legten den Grundstein für die DKG und auch deren Stammgruppe, den Berliner Kakteenfreunden e. V. 
 
Eine Gesellschaft und ein Verein der durch so viele Jahre hindurch die Wirren der Geschichte und auch interne Streitigkeiten überdauert hat, dürfen sich selbst gebührend von seinen Mitgliedern feiern lassen. Mit Unterstützung der DKG organisierten die Berliner Kakteenfreunde unermüdlich neben Ausstellung, Verkaufshalle und Vortragssaal auch den festlichen Rahmen in dem Festsaal des Hotels.
 
Die angemessene Einleitung für diesen festlichen Rahmen, erfolgte durch ein Streichquartet. Neben klassischen Stücken, unter anderem von Antonín Dvořák, durfte die Neuinterpretation eines Klassikers durch das Quartett natürlich nicht fehlen. „Mein kleiner grüner Kaktus“, entstanden am 15. November 1934 und im Dezember 1934 von den Comedian Harmonists aus Berlin herausgebracht, zauberte so manchem Gast ein Lächeln in das Gesicht. 
 
Professor Dr. Karl Moritz Schumann, der erste Vorsitzende der DKG vor 125 Jahren, hätte sicherlich seine Freude daran gehabt, zu sehen wie es nach langer Zeit immer noch so viele Menschen gibt, die sich an diesem Interessensgebiet erfreuen und sich austauschen. Da den meisten Anwesenden der Zeitraum zwischen der Vorstandstätigkeit von Herrn Prof. Schumann bis zur Gegenwart nicht so geläufig ist, hat hier ein weiterer Vortrag diese Wissenslücke geschlossen und ein wenig nachgeholfen. Eigens hierfür angereist, präsentierte Professor Dr. Wilhelm Barthlott (Präsident der DKG von 1991 bis 1995) einen Vortrag, dessen Titel doch schon viel über den Inhalt erahnen lassen konnte: „Faszination Kakteen und andere Sukkulenten – 125 Jahre Deutsche Kakteen-Gesellschaft“. Man erlebte keineswegs trockene Geschichtsfakten sondern vielmehr einen lebendigen fesselnden Vortrag der immer wieder mit einem kleinen Exkurs in die Forschung den Zuschauer die vergangenen 125 Jahre im Zeitraffer durchleben ließ.
 
Nicht weniger Interessant waren die übrigen Stunden, die nicht nur aus dem Verzehr des grandiosen Buffets bestanden. Anregende Unterhaltungen, unter anderem mit den geladenen Ehrengästen, machten den Abend zu etwas Besonderem. Als Ehrengästen waren die ehemaligen Präsidenten der DKG, Herr Manfred Fiedler (1969-1972), Herr Siegfried Janssen (1985-1991), Herr Prof. Dr. Wilhelm Barthlott (1991-1995) und Frau Dr. Barbara Ditsch (2000-2008) geladen. Ebenfalls geladen war der ehemalige und langjährige KuaS-Redakteur, Herr Gerhard Lauchs, der mit seinem Engagement die KuaS über viele Jahre mitgeprägt hat.
 
Der letzte Tag des Kakteen- und Sukkulenten-Marathons, der Sonntag, bot ein letztes Mal an diesem Wochenende Zeit für einen Rundgang durch die Ausstellung der Berliner Ortsgruppe, die Verkaufshalle oder auch durch das Gelände und die Gewächshäuser des Botanischen Gartens. Wer noch immer nicht ganz ausgelastet war, konnte auch die zurzeit laufende Ausstellung im Botanischen Museum „Chili & Schokolade. Der Geschmack Mexikos“ ansehen oder optional noch dem letzten Vortrag an diesem Wochenende folgen. Moritz Grubenmann aus der Schweiz präsentierte nicht nur sukkulente Pflanzen in seinem farbenfrohen Vortrag „Sukkulentenparadies Madagaskar“. Neben Pflanzen stellte Herr Grubenmann diese besondere Insel mit all seinen Besonderheiten im zoologischen, botanischen und klimatischen Sinne vor.
 
Das Himmelfahrts-Wochenende war schon fast eine Rundumversorgung für alle Kakteen- und Sukkulenten-Liebhaber. Viele Akteure wirkten mit und ermöglichten wundervolle Berliner Kakteentage, die JHV unserer DKG, lehrreiche und faszinierende Vorträge und abschließend eine würdevolle Feier eines außerordentlichen Jubiläums. An dieser Stelle sei den Berliner Kakteenfreunden für all ihre Mühen gedankt. Ebenso geht ein Dank an die Referenten der Vorträge, die Gärtner, Frau Heike Schmid von der DKG Geschäftsstelle, dem Quartett während der 125-Jahr Feier und an alle nicht persönlich erwähnten, helfenden Hände an diesem Wochenende.
 
Vielleicht ist die nächste JHV in Wiesbaden für den einen oder anderen auch einmal eine Reise wert?
 
Für den Vorstand
Cay Kruse
Vizepräsident/Schriftführer
 
 
 
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